Januartipps ...

Januartipps vom Gartenfachberater

An frostfreien Tagen können Obstbäume und Beerenobststräucher ausgelichtet werden. Ein kräftiger Rückschnitt im Winter (frostfrei) fördert die Bildung neuer Triebe und führt zur Verjüngung des Gehölzes. Auf eine Formel gebracht, der Winterschnitt dient überwiegend der Gehölzsanierung, während der Rückschnitt in der Vegetationszeit (Sommerschnitt) die erforderliche Gehölzpflege unterstützt.

Zuerst entfernen Sie die kranken, die sich aneinander scheuernden und die in die Krone hinein wachsenden Äste und Zweige. Aus der nun übersichtlicher gewordenen Krone sägen Sie Äste heraus, die sich gegenseitig beschatten. Als Ergebnis wollen wir einen lichten Baum oder Strauch, in dem auch die innen wachsenden Früchte besonnt werden. Benutzen Sie scharfes Werkzeug für glatte Schnittstellen. Damit keine Rindeneinrisse entstehen, werden dicke Äste etwas außerhalb der eigentlichen Schnittstelle unten angesägt, dann von oben durchtrennt und anschließend noch einmal auf Astring nachgeschnitten. Bitte denken Sie daran, dass das Werkzeug nach jedem fertigen Baum o. Sträucherschnitt mit Brennspiritus desinfiziert werden muß, damit keine Krankheiten übertragen werden.Größere Wunden oder Schnittstellen sofort mit einem Wundverschlussmittel versorgen. Eventuell ausgefranste Wundränder mit dem Messer (Hippe) glatt schneiden.

In ausgelichteten Bäumen und Sträucher wachsen qualitativ bessere Früchte heran als in dichten, ungepflegten Kronen. Und Pilzkrankheiten wie Fruchtmonilia oder Schorf finden schlechtere Lebensbedingungen.

Christrosen (Helleborus niger) die zur Weihnachtszeit als Topfpflanze in die Wohnung kamen, stellen wir nach der Blüte an ein kühles Fenster und pflanzen sie so bald wie möglich an schattiger Stelle in den Garten.

Auch der Glücksklee (Oxalis deppei) wächst, im Frühjahr ausgepflanzt, zu einer dekorativen Gartenpflanze heran.

Kübelpflanzen im Winterquartier sollten regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrolliert werden. Pilzbefall beugen Sie durch häufiges Lüften vor.

Es gibt Stauden, die in den kalten Januartagen und nicht später ausgesät werden. Kaltkeimer benötigen einen Kältereiz zum Brechen der Keimruhe. Zu diesen Pflanzen zählen Tränendes Herz (Dicentra spectabilis), Hungerblümchen (Draba aizoides), Eisenhut (Aconitum napellus), Christrosen (Helleborus), viele Primelnarten, Enzian (Gentiana), Sedum- und Steinbrecharten, Schwertlilien (Iris), Phlox und Fackellilie (Kniphofia).

Die Samen werden in Schalen ausgesät, als Schutz vor dem Austrocknen mit einer dünnen Sandschicht bedeckt, im Freien aufgestellt und feucht gehalten. Im März oder April treiben wir die Saat bei 10 bis 15 Grad im Frühbeet, Gewächshaus oder auf der Fensterbank an und vereinzeln die Pflänzchen rechtzeitig. Auch im Januar ist viel zutun, viel Spaß dabei.

Ihr Gartenfachberater

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Letzte Änderung: 12.12.2007
©SNW, November 2007